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Der Schmerz der Seele

Blocktitel: Schmerz der Seele


Der Schmerz der Seele ist kein Sturm, der vorüberzieht, sondern eine Stille, die sich in den Atem legt. Er sitzt hinter den Lidern, im Flimmern der Nacht, in dem leisen Nachsinnen zwischen zwei Worten. Man trägt ihn wie eine unsichtbare Last, die jede Bewegung zu einer Frage macht. Er erinnert an Verluste, an Worte, die nie gesagt wurden, an Erwartungen, die zerbröselten sind, an Räume, die sich geöffnet haben und doch nicht fassen lassen. Der Schmerz färbt die Welt in ein gedämpftes Grau, lässt Farben schärfer wirken, Geräusche näher erscheinen, und macht Nähe zu einer kostbaren, kostbaren Gefahr. Und doch, mitten in diesem Bewusstsein von Bruch, wächst eine stille Stärke: Empathie, Geduld, die Fähigkeit zu halten, auch wenn der Griff zittert. Schmerz zwingt zu ehrlicher Stille, zu einer Sprache, die nicht mehr glänzt, sondern wahr ist. Wer dem Schmerz zuhört, entdeckt eine Tür: zu Erinnerungen, zu Versöhnung, zu einer Wärme, die trotz allem bleibt. So ist der Schmerz der Seele kein Endpunkt, sondern eine Brücke, die uns zu uns selbst führt – verletzlich, doch lebendig, bereit, erneut zu lieben.

 
 
 

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